Rallye-Team-Schmitt - News '18
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18.01.2018

Bei diversen Arbeiten in der Werkstatt, viel mir auf, dass die gute alte Zippo Hebebühne zickt. Beim Heben stockt es in der rechten Säule. Dementsprechend wurden die Schrauberaktivitäten auf Pause gestellt und sich mal um die Bühne gekümmert. Nachdem alle Schutzbleche entfernt wurden, wurde ersichtlich, dass ein Gleitstein in der linken Säule als gebrochen und abgenutzt ist. Da ich noch Ersatzteile in einer Grabbelkiste bevorrate, fand ich ein passendes Ersatzteil. Sogleich wurde der Gleitstein ausgetauscht. In beiden Säulen wurden alle Gleitpunkte und auch die Antriebsgewindestange gereinigt, sowie mit frischem Fett versehen. Nun ging es ans eigentliche Problem - die rechte Säule. Hier zeigten sich Spuren der Vernichtung:


Unter dem Antriebsriemen sind Gummispäne. Das sieht soweit nicht gut aus, was nach dem Ausbau des Riemens, von dem auch bestätigt wird:


Karies bei den Flachriemenzähnen in Reinstform. Klar, dass da die Kraftübertragung nicht mehr funktionieren kann. Somit musste auch dieser ausgetauscht werden:


Nach einem Probelauf zeigte sich direkt die Verbesserung und die Bühne ist wieder voll einsetzbar.

20.01.18
Letzte große Saisonvorbereitungen werden so langsam vorbereitet und erledigt. Heute wurden beide Achsen neu vermessen und eingestellt. Ab in eine Fachwerkstatt und in guter Gesellschaft, geht es zur Sache:


Kameras ran und eine Bestandsaufnahme durchgeführt:


Dabei wurden total krumme Werte festgestellt, auch die hintere Starrachse musste neu justiert werden, um neue sowie zufriedenstellende Werte zu erhalten:


13.03.18
Gezwungenermaßen habe ich ja in der Narrenzeit frei. Diese Freizeit habe ich genutzt und in der Werkstatt verbracht. Hier habe ich den Rallye-E nochmal komplett durch gesehen, frisch geputzt und für die Rallye Zorn (www.rallye-Zorn.de) am Samstag vorbereitet.


Wie zu sehen, fehlt noch die Bereifung. Hier habe ich mich wegen den anhaltenden Tiefsttemperaturen entschieden, nicht mit den Semi Sliks oder der Toyo R1R, an den Start zu gehen. Die haben wahrscheinlich wegen des gefrosteten Bodens, kaum Chancen, auf Betriebstemperatur zu kommen. Kurzfristig gibt es deshalb morgen noch vier Continental Winter Contact TS 860 in 225-45/17". Diese Winterreifen solten naturgemäß besser mit den tiefen Temperaturen umgehen können. Im Lager liegen noch ein paar 7,5x17" Felgen rum und nun können die sich auch mal nützlich machen:


Da die Funkuhr im letzten Jahr ihren Dienst quittierte, musste hier auch was neues her. Da ich noch an der bisherigen Einbauposition hadere, habe ich diese erst mal nur provisorisch montiert:


14.02.18
Nun sind wir komplett und fertig vorbereitet:


15.02.18
Zügig wurde heute das Tagesgeschäft abgearbeitet, denn es gab da ja noch wichtiges zu erledigen. Der Kadett wurde in der Werkstatt auf den Anhänger gestellt und mittels 4 Spanngurten mit dem Anhänger vereint. Da ich wegen des Schnee´s diesen nicht nach Hause ziehen konnte und direkt mit dem Motorhome verkuppeln konnte, wurde der Anhänger kurzerhand vor der Werkstatt geparkt. Eine Halbgarage schützt mich morgen vor dem eventuellen Eiskratzen:


Am Thor wurde die Heizung entlüftet und mit Gas gefüllt. Die arbeitet nun schon mal als Standheizung und dient nun auf Stufe 1 betrieben, auch als Frostschutz für das Frischwasser, was ich nach einer Tankspülung einließ:


Somit kann es morgen Vormittag, in aller Ruhe, nach Miehlen gehen.

16.02. - 18.02.18
29. Rallye Zorn
Am Freitag vormittag war "Abmarsch" angesagt. Vor Ort in Miehlen angekommen, wurde mit noch 2 anderen Teams angefangen, ein Fahrerlager zu bilden. Die Camper wurden geparkt und die Anhänger wurden abgeladen:


Die abendliche Papier-/techn. Abnahme wurde zügig bewältigt und es ging nach diversen Benzingesprächen, recht zügig ins Bett. Für Samstag sah der Zeitplan eine Fahrerbesprechung um 6.15Uhr vor. Demenstprechend wurde der Tag schon (mitten in der Nacht) um 5Uhr begonnen. Die obligatorische Schutzmatte wurde im Parc Feme ausgebreitet und der Kadett dort abgestellt:


Auf dem Bild sieht es nicht nur Dunkel & Kalt aus ... das war es auch. Gerade die Kälte mag der verbaute Lithium Ionen Akku überhaupt gar nicht. Die bereit gestellten 20 Ampere flüchten innerhalb kürzester Zeit. Deshalb wurde der Kadett vorher erst mal überbrückt und wieder zum Leben erweckt.
Nach der Fahrerbesprechung ging es in die Einführungsrunde. In dieser wird die Strecke besichtigt und ein Gebetbuch für die Prüfungen erstellt. Nach einer kurzen Pause ging es zur WP1, die auch als WP2 gefahren wurde. Der Rallye-E kam auch ganz gut mit seinen Winterschuhen klar, nur ich beim Anbremsen auf den Matschwegen nicht. Auch hatte ich vorher keinerlei Erfahrungen mit Winterreifen. Diese hab ich in den letzten 20 Jahren Rallye noch nie benötigt. Diverse a-ha Momente vor engen Ecken waren definitiv da und ich konnte uns größtenteils mit dem beherztem Einsatz der Handbremse retten. Nur ein mal wurde ein Notausgang von etwa 5m länge gewählt.
Der Rallye-E verändert zügig sein Erscheinungsbild, schon nach zwei Prüfungen a' 10KM:




... weil es draußen so aussah:


Nach einer zweistündigen Zwangspause, die der Veranstalter für Umbaumaßnahmen benötigt hatte, ging es in die zweite Schleife. Auf zur WP 3 / 4 / 5. Auch diese Prüfung war eine Sprintstrecke. Jedoch jeweils nur 5KM lang. Die Besonderheit ist hier allerdings, das die WP 5 als Nachtprüfung gefahren wurde. Nach WP 3 + 4, war der Rallye-E "untenrum" kaum noch zu erkennen:




Eindrücke von der WP4:




Alle fünf Prüfungen hatten sehr selektive Abschnitte, wo sich alle Straßenbedingungen die sich im Winter darstellen können, auch dargestellt haben. Eis, Schnee, trockener Asphalt, angefrorener Asphalt, angetaute Wiesenwege die sich zügig in Matschwege verwandelten und Mischungen aus verschiedenen Untergrundzuständen. Trotz aller Widrigkeiten, konnten wir uns noch auf Platz 5 von 9 in unserer Klasse retten.
So wie es momentan ausschaut, benötigt der Rallye-E nur eine gründliche Dusche... mit 10Bar und einer sehr groben Bürste:






Auch die neuen Frontscheinwerfer haben sich sehr gut bewährt, da die letzte Prüfung in der kompletten Dunkelheit gefahren werden musste. Dies wird man ganz gut auf den Onboardaufnahmen erkennen können. Jedoch werde ich diese Aufnahmen heute nicht mehr zu einem Film zusammen schneiden. Das Programm ist mittlerweile zum fünften mal abgestürzt, dass ich nun keinen Bock mehr habe.

Zum anderen Fahrzeug, das am Wochenende genutzt wurde, ist nicht viel zu sagen. Der Thor zog stoisch den Anhänger hinter sich her und es war ihm auch recht egal, ob lange Steigungen zu bewältigen waren. Heizung, Kühlschrank, Wasser, Fernseher ... alles ohne Einschränkung nutzbar. Die Sonne am Freitag wurde dankbar von der Solaranlage "eingezogen" und in den Akkus gespeichert. Etwas "jammern auf hohem Niveau" können wir aber auch. Trotz doppelter Decke und doppeltem Boden, macht es sich bei -12° doch bemerkbar, das er nur eine einfache Verglasung hat. Die Truma Combi6 wurde zum Ausgleich eine Stufe höher gestellt und das funktionierte dann auch gut.


21.02.18
Die "Entschlammung" hat begonnen. Zu erst ging es mit einer Gummispachtel außen an den Seiten los und danach in den Radkästen:


Das läßt schon diverse Kg vermuten, wenn es schon so los geht:


Das liegt kommt nu auch noch runter:


Nach rund 4h Kratzen....


...... gab es ein ansehnliches Häufchen:


Mehr geht jetzt nur noch mit einem sattem Wasserstrahl.

Gab eine nicht unerhebliche Menge, die bei der groben Vorreinigung angefallen ist. Ein Eimer fasst normal 15l und es gab:


Da die VDD ja auch ihren Geist aufgab, gab es da schon mal Ersatz:


Da ich hierzu noch eine Idee der Verbesserung habe, muss der Austausch noch ein paar Tage warten, um auch die bestellten Teile zu erhalten.

02.03.18
Heute war es soweit. Der Ventildeckel soll seine neue Befestigung bekommen. Bevor es an den Rallye-E ging, wurde erst mal die 20KW Gaskanone angeworfen und wärend diese die Werkstatttemperatur auf "zum Arbeiten" geeignet anhob, ging ich noch einen Kaffee trinken. Nach einer angemessenen Zeitspanne ging es los. Zündspulen, Ventilhaube & Co runter. Dichtflächen direkt entfetten und optisch die Nockenwellen kontrolliert ... alles soweit im grünen Bereich:


Dann wurde wie bei OP´s am offenen Herzen üblich, die Arbeitsfläche abgedeckt und nur die zu operierenden Bereiche ausgeschnitten:


Alle 10 Befestigungspunkte in den Nockenwellenlagern wurden mit einem M6 Gewindesacklochbohrer gesäubert und die Tiefe der Bohrungen ermittelt. Opel hat hier doch wirklich 25mm tiefe Bohrungen eingebracht. Das gefällt mir für meinen Plan sehr gut:


Die original Befestigungsschraube liegt hier zum Vergleich, bei den neuen Stehbolzen. Die komplette Gewindelänge der Schraube beträgt gerade mal 25mm. Deshalb geht sie auch nur die sprichwörtlichen "3 Gewindegänge" in die Bohrungen. Die Lagerböcke sind aus Aluminium und die Bohrungen sind dementsprechend sehr empfindlich. Opel sieht daher ein Anzugsdrehmoment von 5 oder 8Nm vor. Sorry, aber das ist für den Arsch, besonders wenn man mit erhöhtem Öldruck den Motor betreibt. Die Dichtung ist nie richtig Dicht und schwitzt dauerhaft. Deswegen werden nun die Stehbolzen mit einem Imbus komplett 25mm tief und mit Schraubensicherungsmasse eingedreht:


10x und es sieht so aus:


Nachdem die überschüssige Sicherungsmasse abgewischt war, wurde erneut entfettet und die Dichtfläche leicht mit Dichtmasse eingestrichen. Somit konnte die vorab gereinigte Haube, mit den neuen Dichtungen, wieder an ihren Platz:


Was soll ich sagen ... 8Nm haben die nun nicht mehr. Extrem und gut Handfest sind sie nun. Nachmessen kann ich es leider nicht, weil mir solch ein kleiner Drehmomentschlüssel fehlt. M6 aus dem Handgelenk angezogen halt, wie man(n) die mit normalem Werkzeug eben anzieht. Ohne irgendwelche Auffälligkeiten. So ging es weiter mit dem Zusammensetzen. Nachdem die Einzelzündspulen wieder montiert und angeschlossen waren, hab ich noch einen Scheuerschutz für die Verkabelung auf die neue Befestigungen gesetzt. Ein alter Gummischlauch war schnell zur Hand:


Somit ist nun wieder alles schick und ich hoffe nun, das diese Umrüstung dauerhafter Dicht ist:


05.03.18
Sowas gab es schon lange nicht mehr. Die komplette Werkbank ist leer. Hier werden normalerweise alle Teile von den Projekten abgelegt oder eingetroffene Bestellware für die Autos ... ich glaube, ich muß mal wieder Teile bestellen, sonst entfällt momentan das Hobby "Schrauben".


20.03.18
Neben Hobby ist auch die leidige Pflicht "Arbeiten" angesagt. Deshalb ging ein Arbeitsmittel auf die Hebebühne:


Richtig, der Anhänger gehört auch zu den Arbeitsmitteln und ohne den hätte ich diverse Transportprobleme. Vor 7 Jahren hatte ich hier die Bremsen erneuert ... waren nun wieder fällig. Also ab mit den Trommeln:


Und ran mit den neuen Belägen:


Nun tut er es wieder, was ab und an ganz gut ist ... mitbremsen.

10.04.18
Vorbereitungen für das kommende Wochenende laufen langsam an. Der Rallye-E und meinereiner fahren am Samstag einen kompletten Tag auf einem angemiteteten Flugplatz umher. Es findet ein Slalomtraining mit Instruktor statt. Ergo ging der Rallye-E wieder auf die Hebebühne, um sich darauf vorzubereiten. Zu erst wurden die immer noch am Unterboden befindlichen Reste der Rallye Zorn entfernt.


Gab noch einmal einen Eimer voll:


Da das Wetter bisher noch vollkommen unklar ist, habe ich einfach mal alle möglichen Socken gesichtet, geprüft und soweit vorbereitet:


Am Donnerstag den 12.04.18 ging es nachmittags los, in Richtung Nürnberg. Unterwegs gab es noch eine kurze Rast:


Sodele, hier nun der Beweis auch in bewegten Bildern, das ich wirklich "Hütchen spielen" war. Kann ja irgendwie nicht angehen, dass ich für diese Motorsportart "zu doof" bin. Somit prügelte ich meinem Hirn ein: Du musst es lernen und hast jetzt einen ganzen Tag dafür. Anfänglich weigerte es sich noch beharrlich dagegen, die Gasse zu sehen. Dies wich dann zusehends einem "OK, ab und an sehe ich was " und letztendlich zu einem "da iss se doch - fährst nur zu schnell dafür". ??
Kurzum - das Training half sehr, etwas mehr Übung darin zu bekommen. Natürlich macht es mich jetzt nicht direkt zu einem Slalom Profi aber funny war es trotzdem und sowas wird auch mal wieder wiederholt.

Samstags gab es dann im Fahrerlager diese Ansicht:

Sehr nützlich unser Motorhome.

Morgens beim "warm werden" mit der Materie Slalom:


Hier nun das versprochene Videomaterial:



.... zum Glück wurden die geschmissenen Hütchen und verpassten Tore nicht gezählt.

16.05.18
Nach etlichen Jahren habe ich mir nun doch noch eine Arbeitshilfe geleistet:


Die ganzen Jahre taten es abgelängte Holzbalken und die Hebebühne diesen Dienst ... aber man(n) wird älter und fauler, deswegen gab es nun einen Getriebeheber. Dieser wurde auch direkt zusammen gesetzt und in Einsatzbereitschaft versetzt:


02.06.18
Für unsere Reisen ist ein neuer Grill eingetroffen. Leider ist ein Holzkohlegrill nicht überall gestattet und so haben wir uns für einen Cadac Gasgrill entschieden. Wofür ist am Thor eine Gasaußensteckdose sonst gut?


Desweiteren ging es heute leicht mit den Rallyevorbereitungen los. Nächstes Wochenende ist die Hombachtalrallye. Somit wurde der Flüssigkeitsstand von Öl & Kühlwasser kontrolliert, Altöl aus dem Sumpf abgelassen, eine Probefahrt zur Tanke wurde getätigt und dort 102 oktaniges in den Tank, sowie in den Reservekanister gefüllt. Weitere Vorbereitungen sind leider noch nicht möglich, da eine Reifenplanung auch von der Wetterlage abhängt. Für genaue Wetterprognosen ist es dafür noch viel zu früh. Eine Neuerung gab es aber dann noch. Die Prüfung der vorgeschriebenen Feuerlöscher ist abgelaufen. Leider haben diese die Prüfung wegen Korrossion nicht mehr bestehen können. Nun gut, nach rund 25 Jahren dürfen sie nun in Rente gehen. Deswegen gab es zwei Neue. Klar, das diese etwas anders in ihrer Form sind und nicht mehr in die guten Halterungen passen:


Also raus damit und den Platz zum Aussaugen genutzt. Neue Halterungen gebohrt, die Löscher rein und es schaut nun so aus:


Die Arbeiten haben sich gelohnt, denn es wurde der 3. Platz von 11 Teilnehmern in der Gruppe, erreicht:


22.07.18
Laaaaange Schaltwege waren ja DAS Problem der letzten Veranstaltung, die wir letztendlich nur in der oberen Schaltgasse gefahren sind. Also für denjenigen, der sich nichts mit der Beschreibung  "oberer Schaltgasse" anfangen kann - das ist R - 1 - 3 - 5 ... mehr Gänge waren nicht mehr vorhanden. Als erste und einfachste Maßnahme wurde die Schaltstange demontiert. Schließlich sind hier 2 kleine Kardangelenke verbaut. Diese wurden demnontiert und nicht als Fehlerquelle ausfindig gemacht. Schließlich haben sie sich weder gelängt, noch haben sie Spiel vorzuweisen. Somit wuchs die Idee, dass es was innherhalb des Getriebes sein müsste. Der Schaltturm war schnell ab und zeigte einen sauberen Bronzeschaltfinger und ein tieferer Blick in die Gangräder zeigte auch nichts auffälliges. So ging es weiter. Getriebeheber untergebaut, Getriebehalter demontiert und den Radsatz aus dem Getriebe gezogen. Am Getriebe wurden als erstes die Schaltgabeln demnontiert, die ich schon längere Zeit in Verdacht hatte.


Siehe da, hier ist die Fehlerquelle zu Hause. Die Kunststoffgleithülsen, sind vollkommen verschlissen. Hier ein paar Aufnahmen dazu:










Auf Nachfrage beim freundlichen Opel Händler gab es die gleiche Antwort, wie ich sie überall empfangen durfte ... NML. Auch im Bekannten-/Freundeskreis gab es keine anderen Teile zu beziehen. Somit nahm ich den Kontakt zu einem befreundeten und selbstständigen Ingenieur auf, der auch Motorsportteile dreht und fräst. Meine Idee ist es nun, diese Kunststoffdinger aus Bronze oder ähnlichem Material nachzufertigen. Haltbarer als der Kunststoff (hielten nun drei Jahre) soll es sein aber den Gleitring nicht übermäßig angreifen. Da dies jedoch eine noch nicht greifbare Zukunftsmusik ist, löst dies natürlich nicht mein jetziges Problem. Der nächste Start ist am 04.08. am Feldberg und davor muß der Rallye-E noch eine neue TÜV Prüfung erhalten. Deshalb entschied ich mich für eine Notlösung. Ich habe die alten Finger mit Kunststoff neu aufgebaut / verschweißt:

Links ein verschlissener - rechts der geschweißte Schaltfinger

25.07.18
Noch rechtzeitig konnte der Rallye-E wiedereinmal einem Prüfer vorgestellt werden, um die turnusgemäße TÜV Prüfung zu absolvieren. Diese Prüfung hat er nun mit Bravur bestanden:


Dementsprechend steht einem Start am nächsten Wochenende zur Hochtaunus Rallye, nichts mehr im Wege.

01.08.18
Fertig geladen & gerichtet für die Abreise:


Jedoch wurde das 3h später alles wieder abgeladen und weg geräumt, da uns leider diese Nachricht vom Veranstalter erreichte:

Aufgrund der anhaltenden Dürre und Trockenheit haben sich der Vorstand des MSC Riedelbach und die Gemeinde Weilrod am späten Mittwochnachmittag darauf verständigt, die für Samstag den 4. August 2018 geplante „Erste Taunus-Rallye Weilrod“ abzusagen.

Diese Entscheidung ist allen Beteiligten nicht leicht gefallen, haben doch die Mitglieder des MSC Riedelbach seit Wochen auf dieses Ereignis hingearbeitet.

Das treffen im Rathaus, an dem auch die beiden Stellvertretenden Gemeindebrandinspektoren Holger Sorg und Stefan Jochetz teilnahmen, war kurzfristig angesetzt worden, nachdem die Waldbrand Alarmstufe nochmals heraufgesetzt worden war.

Ein weiterer Grund für die Absage waren die derzeit niedrigen Pegelstände der Brunnen und Schürfungen zur Trink- und Löschwasserversorgung, sowie die trocken gefallenen Bäche und offen Gewässer, die normalerweise zur Sicherstellung der Löschwasserreserven dienen.

Die Rallye soll dennoch nicht ganz ausfallen. Das für September geplante Treffen zur Nachbesprechung im Rathaus soll nun dafür genutzt werden einen Ausweichtermin, möglichst noch in diesem Jahr, zu finden.

Als Bürgermeister der Gemeinde Weilrod habe ich Hochachtung und Respekt vor der Entscheidung der Verantwortlichen und dem enorme Engagement des MSC und seiner Mitglieder. Die Absage der Rallye dient alleine dem Schutz der Natur und damit auch der Reputation des Motorsports.

Nochmals meinen herzlichen Dank an alle Entscheidungsträger und Verantwortlichen.

Götz Esser
Bürgermeister


25.08.18
Nach dem Bergrennen in Grenderich, zeigte sich der Rallye-E etwas inkontinent. Er verlor Öl und an einer sehr unschönen Stelle - der Kurbelwellensimmering dichtete nicht mehr ab. Das ist natürlich ein unhaltbarer Zustand und musste geändert werden. Zumal er nächste Woche an einem Kadett Treffen teilnehmen soll. Zeit ist natürlich mal wieder knapp und es blieben nur ein paar Stunden Zeit, um diesen Zustand zu ändern. Also ging es los und am Getriebe wurde das Kupplungsseil gelöst, der Stecker vom Rückfahrschalter abgezogen und die oberen Verbindungsschrauben gelöst. Danach wurde die Motorbrücke angesetzt, weil ich mir den Motorausbau ersparen wollte:


Da in unserem Ort auch noch Kerb ist die ich am Abend zuvor besuchte, gingen die Arbeiten etwas unmotiviert, lustlos und mit leichtem Mützedrücken nur in langsamen 3h vorran. Einmal alles raus, was zum Wechseln stört:


Nun ist er endlich ersichtlich und kann raus:


Hier noch etwas näher aufgenommen. Das Öl hat die komplette Blockseite kräftig versaut:


Nachdem alle Teile gereinigt waren und der Simmerring ausgetauscht, konnte der Rallye-E wieder komplettiert werden. Leider ging anschließend nur ein kurzer Test auf der Hebebühne, ob alles wieder funktioniert. Ich hoffe, ich kann vorm Treffen noch eine Probefahrt unternehmen und ihn wenigstens noch etwas säubern.

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