Rallye-Team-Schmitt - Panne Altblechtreffen Sinsheim 18.10.15
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18.10.15

Gut gelaunt sind wir am Sonntags morgens auf das Altblechtreffen in Sinsheim aufgebrochen. Da dies die letzte Veranstaltung dieser Art war und wir mit dem Winni eine art Abschlußtour fahren wollten, sind wir mit diesem da hin gefahren. Nach jedermenge Benzingespräche und leckerem Essen, sind wir Mittags wieder in die Richtung Heimat gegahren. Jedoch kam der Pannenteufel mal wieder auf Besuch. Nach 22 entspannten und dahingleitenden Meilen gab es diverse Explosionen im Auspuff und der Motor ging aus. Das übliche Prozedere begann. Warnblinker an, Automatikgetriebe auf N geschaltet und auf dem Seitenstreifen ausrollen lassen. Da es ein gerades Stück war, konnten wir nun auf etwa 1000m diverse Startversuche noch beim ausrollen durchführen. Nö, der Motor versagt seinen Dienst. Nach dem Anhalten begab sich Petra, mit Warnweste bekleidet und mit dem Warndreieck unter dem Arm, auf die Wanderschaft. 800m vor der Abfahrt "Raststätte Hockenheimring" kamen wir zum Stehen. Irgendwie immer kurz vor einer Abfahrt.



Ich hob das "Doghouse" ab und Checkte die Lage. Nichts direktes ersichtlich, alle Kabel und Leitungen da, wo sie hin gehören. OK, auf dem Seitenstreifen lange stehen und anfangen zu Reparieren, ist nicht so meins. Deshalb Telefon gezückt und den ADAC (wo wir ja nun Mitglied sind) angerufen. Nach diversen Fragen und 30min. Wartezeit, kam der "gelbe Engel". Große Augen sahen sich den Winni an. Auch der freundliche, junge Mann wollte hier keine großen Reparaturen durchführen und lieber den Winni auf dem Parkplatz begutachten. Deshalb schlug er vor, uns doprthin zu ziehen. Nun hatte ich große Augen. Etwa 5Tonnen mit einem Ford C-Max ziehen? OK, wenn Du meinst - dann mach mal. Was soll ich sagen, der Ford zog ihn locker da weg:


Der gute Mann meinte dazu nur: Komisch, mit einem Sprinter habe ich mehr Mühe.

Bevor die Fehlersuche begann, wollte er zu erst noch eine weiteren Akku zur Sicherheit anschließen.





Nun begann die Fehlersuche mit Abfragen, was auf den letzten Metern los war. Mein Denken, dass es nur Sprit oder Strom sein kann, wurde mir bestätigt. Mit einer Kontrollzündkerze wurde kurz angelassen und der Funke war da. Zündspule wieder angesteckt und ein Startversuch unternommen. Der V8 sprang an. Allerdings ist das typische US V8 "brabbeln" noch ungleicher als normal ... also sehr unrund. Nach diversen Test´s und durch abhören der Motorakkustik fanden wir Luftansauggeräusche, allerdings dort, wo sie nicht hingehören. Eine beigeholte Dose Bremsenreiniger bestätigte den Verdacht. Falschluft am Vergasersockel. Die 4 Schrauben des Vergasers abgeschraubt, abgehoben und den Sockel mit seinen Dichtungen entnommen.



Die Auflageflächen der Dichtungen zeigten keinerlei direkte Spuren von Undichtigkeit und der ADAC Männe würde gerne neue Dichtungen verbauen - die allerdings keiner gerade mal eben in der "Hosentasche" hat. Deshalb kam ich auf die Idee, diese Dichtungen prophylaktisch mit einer Dichtungspaste zu versehen. Diese hatte der C-Max aber nicht an Bord. Nun öffnete ich meine "Werkstatt". Auf der "Werkbank" wurden die Teile gereinigt:


... und mit der Paste versehen:


Der Männe hatte sichtlich Spaß mit uns und dem Winni. "Endlich mal wieder ohne Laptop schrauben und schmutzige Finger."

Allerdings brachte der Versuch nicht wirklich was. Die Entscheidung viel auf das Abschleppen. Der Männe telefonierte und gab alles in die Zentrale, die dann alles weitere veranlasste. Noch im Gespräch mit dem "gelben Engel" kam der Anruf der Abschleppfirma: "Abschleppen ist kein Thema - jedoch nicht weiter, wie bis ins 8Km entfernte Speyer. Sonntagsfahrverbot!" Grmpfl. stimmt ja. "Auch sind die Kosten nicht ganz gedeckt. Der ADAC übernimmt 300€ und 450€ werden es heute wohl werden. Morgen geht es dann komplett zu Ihren Lasten." Grrrrrrrrmmmmmmppppppfffffffllllllll. Ich erbat mir eine kurze Bedenkzeit und rief erneut beim ADAC in München an. Dort bekam ich eine andere Nummer. Die der Schutzbriefabteilung. Dieser männliche Kontakt fragte kurz, ob es sich denn noch lohne, ein Fahrzeug von 1976 abschleppen zu lassen ... Jaaaaaaaaa, das lohnt!! Ihm habe ich kurz den Winni, sein Zustand und unsere Situation (Ami MoHo-nicht jede Werkstatt/Termin am nächsten Tag)  erklärt und er willigte ein. Er muß aber erst noch was mit seinem Vorgesetzten klären und ruft gleich zurück. Während dessen wurde es bgereits Dunkel:


Bei dem Rückruf wurde dann folgendes Vorgeschlagen:
1) Fahrzeug Parken
2) Taxi (bis 30€ übernimmt der ADAC) zum Abschleppunternehmen
3) Dort einen bereitgestellten Leihwagen (übernimmt der ADAC) übernehmen und den Schlüssel vom Winni abgeben
4) Heim fahren
5) Den Winni, mittels PickUp Service, kostenlos in meine heimische Werkstatt bringen lassen

Toip, dass Prodzedere machen wir. Ich ließ mir noch Telefonnummern von 3 örtlichen Taxiunternehmen geben, bedankte und verabschiedete mich.

Erstes Taxi: "nicht erreichbar"
Zweites Taxi: "Anrufbeantworter"
Drittes Taxi: "Wegen der DTM sind alle Auto´s draußen und haben keine Zeit" kam kurz und schroff als Auskunft und legte den Hörer auf.

Baff, wie ich war, mußte ich erst mal schlucken und mich sammeln. Den nächstgelegenen Freund (55KM) angerufen, ihm den Sachverhalt erklärt und nur zu hören bekommen: "Gib mir 30-45min. und ich bin da". Aufatmen war angesagt. Er fuhr uns zum Abschleppunternehmen und auch noch direkt nach Hause. DANKE!

Am nächsten Tag war vormittags noch absolut unklar, wann der Unternehmer unseren Kleinen abholt. Aber am späten Nachmittag kam dann der erlösende Anruf: "wir fahren den Wagen nun holen". Wiederholtes Aufatmen!!! Denn der Winni stand zum wiederholten Male auf einem PKW Parkplatz. Die Stellflächen für LKW´s sind Sonntag´s Nachmittag´s nur so etwa 3-fach belegt. Gegen 18.15Uhr kam unser kleiner Pannemann dann an.



Für die Dauer der Teilebeschaffung kann er dort stehen. Ich habe da nämlich eine Idee, wie der Vergaser zukünftig abgedichtet wird und auf die doofen Papierdichtungen vielleicht verzichtet werden kann.

ALLE Kontakte beim ADAC sind lobend zu erwähnen. Freundlich, nett und sehr hilfsbereit waren sie. Zum Abschleppunternehmen kann ich jedoch nur sagen: Schroff, plump, unfreundlich und wenig Servicegedanken. Dazu kommt, dass die zum Transport ausgehangene Kardanwelle und die abgeschraubten Radkappen, ich wieder selber ranschrauben kann.
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